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Trotz Regenschauern großer Zuspruch: CDU-Themenradtour zum Schwerpunkt Wasser begeistert mehr als 25 Teilnehmer

Gruppe von Radfahrern macht Pause am Wegesrand in grüner Natur.

Passender hätte das Wetter zum Thema der Themenradtour des CDU-Ortsverbandes Schermbeck kaum sein können: Immer wieder sorgten Regenschauer während der Tour für eine unmittelbare Begegnung mit dem Element Wasser. Das hielt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer jedoch nicht davon ab, gemeinsam die verschiedenen Stationen anzufahren. Mehr als 25 Bürgerinnen und Bürger nahmen an der rund 16 Kilometer langen Tour teil – ein großer Erfolg für die Veranstalter.


Nach der Begrüßung am Rathaus durch den CDU-Ortsverbandsvorsitzenden Marc Lindemann übernahm Fraktionsvorsitzender und Heimatexperte Rainer Gardemann die fachliche Führung. Erste Station war der Mühlenteich im Ortskern. Dort erläuterte Gardemann die historische Bedeutung der Schermbecker Mühlen für die Entwicklung des Ortes. Über Jahrhunderte hinweg nutzten die Menschen die Kraft des Wassers zum Mahlen von Getreide und für weitere wirtschaftliche Zwecke. Die künstlich angelegten Mühlenteiche dienten dabei als Wasserspeicher, um die Wassermühlen zuverlässig antreiben zu können. Rund um die Mühlen entwickelte sich ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die damalige Gemeinde.


Anschließend führte die Tour zum Regenrückhaltebecken an der Maassenstraße. Dort wurde die moderne Wasserwirtschaft in Schermbeck erläutert. Im Mittelpunkt standen die Unterschiede zwischen Regenwasser und Schmutzwasser sowie die Funktionsweise der getrennten Kanalsysteme. Während Regenwasser möglichst ortsnah zurückgehalten und gedrosselt in die Gewässer abgegeben wird, wird Schmutzwasser über die Kanalisation zur Reinigung in die Kläranlage transportiert.


Nächster Halt war die Kläranlage des Lippeverbandes. Hier erfuhren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie das Abwasser in mehreren Reinigungsstufen behandelt wird. Von der mechanischen Reinigung über biologische Prozesse bis hin zur Entfernung von Nährstoffen wird das Wasser so aufbereitet, dass es anschließend sauber in die natürlichen Gewässer zurückgeführt werden kann.


Ein weiterer Schwerpunkt der Tour war die umgestaltete Mündung des Schermbecker Mühlenbachs in die Lippe. Rainer Gardemann erläuterte die umfangreichen Renaturierungsmaßnahmen des Lippeverbandes. Während der Mühlenbach früher geradlinig und mit starkem Gefälle in die Lippe mündete, wurde der Bereich naturnah umgestaltet. Ziel war es, die ökologische Durchgängigkeit zu verbessern und Fischen sowie anderen Wasserlebewesen die Wanderung zwischen Bach und Fluss zu ermöglichen. Gleichzeitig trägt die naturnahe Gestaltung zur Verbesserung des Hochwasserschutzes und zur ökologischen Aufwertung des Gewässersystems bei.


Weiter ging es in Richtung Overbeck. Dort standen die ehemaligen Tonabbaustellen im Mittelpunkt. Die heute mit Wasser gefüllten Seen sind Zeugnisse der früheren wirtschaftlichen Nutzung des Gebietes. Aus den einstigen Abgrabungen haben sich über die Jahre wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten entwickelt. Den Abschluss der fachlichen Tour bildete der Blick auf das Teilungswehr des Schermbecker Mühlenbaches. Hier wurde deutlich, wie Wasserläufe seit Jahrhunderten gesteuert und genutzt werden, um sowohl historische Mühlenstandorte als auch die heutigen Anforderungen an Wasserwirtschaft und Naturschutz miteinander zu verbinden.


Beim anschließenden gemeinsamen Grillen in der Selecao Soccerhalle ließen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Nachmittag in geselliger Runde ausklingen. Der CDU-Ortsverband bedankte sich dabei besonders bei Andreas Strelitz für die hervorragende Bewirtung.


„Die hohe Teilnehmerzahl zeigt, dass das Interesse an unserer Heimat und damit verbundenen Themen ungebrochen groß ist. Wir haben viele interessante Gespräche geführt und spannende Einblicke gewinnen können“, zog Ortsverbandsvorsitzender Marc Lindemann ein positives Fazit der Veranstaltung.


Heimatexperte Rainer Gardemann ergänzt: „Wasser hat Schermbeck über Jahrhunderte geprägt – als Energiequelle für die Mühlen, als Lebensraum für Tiere und Pflanzen und heute als wichtiger Bestandteil moderner Infrastruktur. Auf unserer Tour konnten wir erleben, wie eng Heimatgeschichte, Naturschutz und Wasserwirtschaft miteinander verbunden sind. Es freut mich besonders, dass sich trotz des wechselhaften Wetters so viele Bürgerinnen und Bürger für dieses wichtige Thema interessiert haben.“